Personalsuche in der Gastronomie:

Der konstruktive Zugang zu einem unbeliebten Thema

Wer ein Unternehmen führt, kennt die Herausforderungen beim Finden „guten Personals“. In der Gastronomie und Hotellerie scheinbar mehr als anderswo. Wir sagen: Es gibt immer motivierte Talente und dazu Möglichkeiten, sie in den eigenen Betrieb zu holen und dort zu behalten.

Wenn wir suchen, hilft es zu wissen wonach. Was wollen wir in der Gastronomie eigentlich, wenn wir nach „gutem Personal“ verlangen? Klar: motivierte Menschen, jung eventuell. Ehrlich. Belastbar und flexibel. Loyal. Weltoffen. In der Gastronomie soll unsere Personalsuche Leute auswerfen, die zusätzlich noch eine Portion Stressresistenz sowie fachliche Kompetenz, Freundlichkeit und Serviceorientierung mitbringen. Aber müssen sie eigentlich so genügsam und so frustrationstolerant sein, wie viele Berufsanfänger glauben?

Personalsuche: Wenig Zulauf ist immer auch ein Image-Problem

Gutes Personal findet sich leichter, wenn viele Bewerber in den Markt drängen. Tun sie aber nicht. Nicht in der Gastronomie und Hotellerie. Wenn unser System uns dann Arbeitslose ohne Affinität zur Gastronomie schickt, kann schon mal der Eindruck entstehen, dass die neue Lehrlingsgeneration unmotiviert, unfähig oder beides wäre. Dort, wo der junge Mensch bei der Berufswahl nicht hin will, haben wir es jedoch oft mehr mit einem beschädigten Image als mit Fakten zu tun. Gerade um die Berufsbilder Koch und Kellner ranken sich bittere Mythen: Von Ausbeutung durch die Arbeitgeber ist die Rede, von langen Schichten bei wenig Lohn. Was selten gesagt, aber tief empfunden wird: „Kellnern“ ist in unserer Gesellschaft zu einer Tätigkeit geworden, die wenig Wertschätzung erfährt und mehr als selbstverständlich denn als der qualifizierte Lehrberuf wahrgenommen wird, der dahintersteckt.

Wissen Sie eigentlich, wie gut Sie sind?!

 „Die Gastronomie und Hotellerie ist eine Leidenschaft und eine tolle Möglichkeit, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Es muss eindeutig am Image der Gastronomie gearbeitet werden. Weg von wer nichts wird, wird Wirt; hin zu das innere Feuer der Teams wieder entfachen und sich als Betrieb klar positionieren“, so Nina Wiesinger, Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt Hotellerie, Großküchen und Gastronomie. „Der Wirt und der Hotelier bekommen wenig Unterstützung. Die Jugendlichen werden über die Möglichkeiten in diesem Gewerbe zu wenig informiert. Die Wirte und Eigentümer kämpfen um gutes Personal, abgesehen von den immer neuen administrativen Hürden, Regulierungen und Auflagen. Die gute Nachricht: Gastronomen, Betriebsküchen und die Familienhotellerie können mit geringem Aufwand ein Umfeld kreieren, das ihre Attraktivität als Arbeitgeber, die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sowie ihr Image steigert.“

Wozu, wie wir anmerken möchten, auch technische Ausstattung gehört, die den Arbeitsalltag erleichtert, die Abläufe optimiert und Komfort mit sich bringt. Wie viel Orderman haben Sie in Ihrem Betrieb? So, Ende des Product Placements, weiter im Text:

Vorteile schaffen und sie auch zeigen

Wenn wir junge Menschen bereits in Schulen darüber aufklären, wie viel man in der Gastronomie tatsächlich erreichen kann, wenn wir aufzeigen, welche Möglichkeiten sich als Koch oder Kellner überregional und sogar weltweit auftun – die eigene Karriere und die eigene Horizonterweiterung betreffend – ist viel gewonnen. Expertin Nina Wiesinger rät Gastronomen dazu, bei sich selbst zu beginnen: „Personalsuche und Mitarbeiterentwicklung sind eine Hol- und Bringschuld. Wer den Vorurteilen der Gastronomie gegenüber entgegenwirken möchte, fängt am besten damit an, sich als Arbeitgeber klar zu positionieren, mit seiner Zielgruppe, regionalen Möglichkeiten und Team-Ressourcen. Damit, zu erkennen, wofür der eigene Betrieb steht, welche Werte er hat und was er ermöglichen kann und will. Mitarbeiter brauchen eine Vision und eine vorgelebte Begeisterung mit einem klaren Ziel in einem gesetzten Rahmen. Freude am Tun steckt an. Gemeinsam können wir die Situation meistern, wenn wir begeistern.“

Die besten Lehrlinge sind da draußen

Laut Zahlen aus Österreich wählen 40 Prozent der Jugendlichen einen Lehrberuf, in der Schweiz sind es noch mehr – das ist erfreulich für die Zukunft und Personalsuche vieler Gastronomiebetriebe, weil viel akademisches Wissen ohne Nachwuchs, der motiviert anpackt, unproduktiv bleiben würde. Woher kommt nun der Nachwuchs mit Anpacker-Mentalität? Gerade Betriebe, in denen über Jahrzehnte regelmäßig erfolgreich Lehrlinge ausgebildet werden, berichten, dass sie ihre Schützlinge kaum durch staatsnahe Vermittlung, sondern durch persönliche Weiterempfehlung bekommen.

Als Arbeitgeber ein Selbstläufer werden

„Wenn du ein gutes Betriebsklima hast und Bewerber sowie Gäste sofort merken, dass dein Team mit Herz und Motivation bei der Sache ist, dann will man zu dir. Erst kürzlich haben wir eine proaktive Bewerbung von einem Stammgast erhalten“, berichtet der niederösterreichische Erfolgsgastronom und NCR Orderman Kunde Harry Schindlegger. Seine gut 30 Jahre in der Branche haben ihm zudem gezeigt, dass sich neben einem Betriebsklima mit Spaß und Wertschätzung auch freiwillige Sozialleistungen und eine stets faire Entlohnung absolut bezahlt machen: „Die Leute bleiben dann bei dir, du musst nicht ständig neue einschulen. Motivierte Mitarbeiter sind auch freundlicher zu den Gästen und generieren so signifikant mehr Umsatz.“

Was sind Ihre Erfahrungen als Gastronom(in), speziell mit der Personalsuche und -entwicklung? Erzählen Sie uns gerne davon auf www.facebook.com/Orderman!

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